Meidet die Superdickmacher – Zucker!!!

Im Geburtsland  des Maissirups (Stärkesirup, Maiszucker), den USA, hat die dort hergestellte Variante Namens “Highfructosecornsyrop” eine hohe wirtschaftliche Bedeutung.

Als günstig herzustellendes Süßungsmittel hat HFCS die kostenintensivere Saccharose (Kristallzucker) fast völlig aus der Nahrungsmittelindustrie verdrängt. So gibt es kaum einen Softdrink, der seine Süße nicht dem HFCS verdankt. Gebäck und Konfitüren kommen gleich an nächster Stelle.

Viele Ernährungsexperten machen dieses Süßungsmittel für die Übergewichtsepidemie in den Vereinigten Staaten verantwortlich.

Unabhängig davon, dass die Globalisierung insbesondere HFCS gesüßte Getränke in alle Welt schwemmt, zeigt sich hier ein grundsätzliches Problem, das letztendlich alle etwas angeht.

Stärkesirup wie etwa Maissirup hat einen sehr hohen Fructoseanteil, wodurch es eine Süßkraft erhält, die an Haushaltszucker heranreicht. Süßungsmittel mit hohem Fructosegehalt (inklusive Maissirup) sowie reine Fructose als Süßungsmittel haben auch in Europa Hochkonjunktur – und damit wird Fructose zu einem Dickmacher.

Fructose, die ja auch in jedem Obst steckt, soll dick machen?

Ja, wenn sie praktisch nackt daher kommt, in Form eines hohen Fructosegehaltes oder in reiner (in freier) Fructose.

Die Erklärung liefert unser Körper:

Fructose wird völlig anders verdaut, absorbiert und verstoffwechselt als Saccharose, also der allbekannte Kristall – oder Haushaltszucker, der sich aus Glucose und Fructose zusammensetzt.

Als Hauptbestandteil aller Kohlenhydrate ist Glucose der Basiszucker, den der Körper für die Energiegewinnung und Stoffwechselarbeit nutzt und den direkten Einfluss auf die Freisetzung von Insulin (und damit auch die Höhe des Insulinspiegels) hat.

Fructose, ist ebenfalls ein Kohlehydratbaustein, kommt überwiegend in Früchten vor und regt die Freisetzung von Insulin nicht an. Außerdem erzeugt sie nur ein verschwindend geringes Sättigungsgefühl. Wenn Sie Obst essen, nehmen sie niemals solch eine Menge an Fructose zu sich, wie zum Beispiel mit einem Fructose gesüßtem Getränk. Vor allem gelangt sie im Verbund mit Ballaststoffen, höchst wertvollen Nährstoffen und Antioxidanzien in ihren Körper, so dass sie dank dieser guten, von Natur aus perfekten Gesellschafter, langsam absorbiert wird und Ihr Appetitsystem die richtigen Signale setzt.

Der Appell, Obst zu essen, ist also genau richtig!

Zum Problem wird Fructose durch die Menge bzw. (die industriell erzeugte) Form, in der sie als Süßungsmittel in Softdrinks und vielen anderen Produkten verwendet wird.

Wissenschaftler warnen, dass der übermäßige Konsum von Fructose, die Entstehung von Adipositas (Übergewicht) und Hypertonie (Bluthochdruck) fördern kann.

Außerdem drohen erhöhte Blutfettwerte bis hin zur Fettleber.

Die Leber kann zwar Glucose, nicht aber Fructose speichern, so dass diese bei hoher Zufuhr direkt in Fett umgewandelt wird.

Das soll als Information genügen, um sie davon zu  überzeugen:

Je natürlicher, umso besser!

Dem zufolge lautet mein Rat: Verzehren sie Fructose in ihrer natürlichen Verpackung. Essen Sie frisches Obst!

Bemerkung:
Saccharose bitte nicht verwechseln mit Saccharin oder Sucralose.
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Eine Antwort auf Meidet die Superdickmacher – Zucker!!!

  1. Eine gelungene Alternative und doch etwas vollkommen Natürliches ist Stevia oder Xilit.
    Xilit ist ein Zuckerbaustoff und ist als einziger Zucker basisch. Wenn ihr mehr darüber lesen wollt: http://www.forumgesund.ch/vitamine-mineralstoffe/stevia-t931.html
    Man sagt ja, das Zucker die Droge Nummer eins ist und mit Stevia oder Xilit kann man hier schmackhaft gut ausweichen.